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Jobs & Karriere

Ronald König, BSc

Sachbearbeiter Betriebliche Regelwerke, Betriebsleitung-Standards, ÖBB-Infrastruktur AG

Ein typischer Arbeitstag? Was macht ein Sachbearbeiter für Betriebliche Regelwerke eigentlich?

In dieser Funktion bin ich für die (Weiter-)Entwicklung der Dienstvorschriften und Normen zuständig. Diese dienen als Grundlage für die operative Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die den Betrieb und Verkehr für unsere Kundinnen und Kunden abwickeln. Das Spannende daran ist die Gratwanderung zwischen praxis- und anwendergerechten Regelungen und der Herstellung der Rechtskonformität mit den gültigen österreichischen Gesetzen in Zusammenarbeit mit den Behörden. Dabei sehe ich mich als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis.

Ein typischer Arbeitstag beginnt mit der Abstimmung mit den Kollegen über die aktuell anstehenden Themen. Diese sind breit gefächert und reichen von grundlegenden Fragen zum operativen Eisenbahnbetrieb über (system-)technische Neuerungen bis hin zu organisatorischen Fragen über den Arbeitnehmerschutz oder die Aus- und Weiterbildung von KollegInnen im ausführenden Betriebsdienst.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit bei den ÖBB besonders gut?

Neben ganz persönlichen Vorteilen wie der Jobsicherheit in arbeitsmarktpolitisch angespannter Zeit oder der stetigen Herausforderung im Beruf gefällt mir besonders die Kollegialität, mit der man in ganz Österreich unter Eisenbahnern empfangen wird.

Welche Tipps können Sie BewerberInnen für eine vergleichbare Stelle mitgeben? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen um SachbearbeiterIn für Betriebliche Regelwerke zu werden?

Ein Sachbearbeiter für betriebliche Regelwerke benötigt eine gute Konzentrations- und Auffassungsgabe um die oft komplexen, fachgebietsübergreifenden Fragestellungen erfassen und hohe Genauigkeit um diese ordnungsgemäß lösen zu können. Wichtig ist dabei auch Team- und Kommunikationsfähigkeit um sich möglichst viel fachlichen Input für nachhaltige Normenentwicklung zu holen.

Warum sind die ÖBB für Sie ein attraktiver Arbeitgeber?

Die größten Pluspunkte bei den ÖBB sind für mich die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, die geboten werden. Von fachlicher Aus- und Weiterbildung inkl. der Unterstützung eines Hochschulstudiums über ganz persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, z.B. bei Seminaren für Gesundheit, bis zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung in eigenen Kindergärten.

Was hat Sie an/bei Ihrer Arbeit bei den ÖBB am meisten überrascht?

Die größte Überraschung in meiner Funktion als Sachbearbeiter der betrieblichen Regelwerke ist sicherlich die Tatsache, dass es nicht nur auf Gesetzesauslegungen und -interpretation ankommt, sondern mitunter fachlich höchst kompetente Diskussionen über einzelne Bestimmungen stattfinden.

Ihr schönstes Erlebnis?

Die schönsten Erlebnisse sind jene, bei denen man am Bahnhof steht oder im Zug sitzt und merkt, da wird gerade eine Norm umgesetzt, die man selber in oft monate- oder auch jahrelangem Bemühen mitausgearbeitet und formuliert hat.

Ihre größte Herausforderung? Welche Herausforderungen gibt es in Ihrem Job?

Die größte Herausforderung ist sicherlich die oben erwähnte Gratwanderung zwischen Theorie und Praxis. Die umfassende Abstimmung mit den KollegInnen aller Fachbereiche und der Behörde bietet dabei die beste Möglichkeit diese beiden Ebenen so nahe wie möglich zusammenzuführen. Hinzu kommt in den letzten Jahren auch noch das Einfließen von EU-weiten Vorgaben, um künftig eine harmonisierte, europäische Eisenbahn für unsere KundInnen zu ermöglichen.