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Jobs & Karriere

Alischer Ikramutdinov

"Ich wollte den Job unbedingt kriegen"

Zugbegleiter
Geboren in der Sowjetunion/Usbekistan, heute Österreicher, 41 Jahre alt

Ich bin nach Österreich gekommen, weil ...

... ich vorher in Frankreich in einem Orchester war, als Flötist. Es gab dort Probleme mit dem Visum, und so landete ich mit 18 Jahren in Wien. Hier arbeitete ich als Komponist, schrieb zum Beispiel das Musical Exodus für die Kulturhauptstadt Graz. Dann kam 2008 die Wirtschaftskrise und ich verlor Aufträge und brauchte einen Job.

Mein Start bei den ÖBB war ...

... zuerst einmal anstrengend. Ich habe mich als Zugbegleiter beworben und wollte den Job unbedingt. Ich war der einzige Ausländer dort. 40 Leute sind im Auswahlverfahren gewesen und ich glaube ich war der Einzige, der genommen wurde. Wahrscheinlich hat geholfen, dass ich mich auf die Einstellungsgespräche intensiv vorbereitet habe. Ich habe Geografie gelernt, außerdem sehr viele Zugverbindungen und Bahnhöfe.

Heute arbeite ich ...

... als Zugbegleiter, meistens auf der Westbahnstrecke und auf der Südbahn. In Russland war mein größter Wunsch, einmal in die Mozartstadt Salzburg zu kommen. Jetzt bin ich mehrmals pro Woche dort!

Aufgrund meiner Herkunft kann ich besser ...

... Russisch. Es fahren immer mehr Menschen aus Russland mit der Bahn, vor allem im Winter. So gut Englisch können sie nicht und sind froh, wenn ich sie auf Russisch anspreche. Manche Geschäftsleute erkundigen sich auch nach Bahnverbindungen Richtung Moskau oder St. Petersburg. Sprachen helfen immer im Zug, ich kann auch Französisch, Englisch und Tschechisch.

Meine Kolleginnen und Kollegen ...

... interessieren sich durch mich sehr für Russland, viele waren auch schon dort. Aber als Russe oder "Ausländer" sieht mich hier keiner.