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Doppelte Zugkraft

Auf der Dienststelle Kledering geht’s rund. Dort arbeiten die Zwillingsschwestern Martina und Andrea als Lokführerinnen. Wir haben die Zwillinge einen Tag lang begleitet. Eine Reportage.

Da ist etwas los, wenn Martina und Andrea in ihrer Dienststelle in Kledering erscheinen. Außenstehende müssen da schon zweimal hinschauen, um die beiden Zwillingsschwestern voneinander zu unterscheiden. Eine fast unmögliche Aufgabe, würde Andrea ihre Haare nicht hell und Martina dunkel tragen. Das ist aber schon eines der wenigen Dinge, die die beiden Powerfrauen nicht gemeinsam haben.

Vom Verkauf in die Welt der Technik

Beide Schwestern starteten gemeinsam ihre berufliche Karriere mit einer Lehre im Verkauf, die sie auch erfolgreich zum Abschluss brachten. Schon bald aber wurden sie durch ihren Freundeskreis auf den Lokführerberuf aufmerksam. Sie überlegten nicht lange, schickten ihre Bewerbungsunterlagen ab und wagten den Schritt in ein ganz anderes Metier. Damit war das Feuer entfacht und ihre ÖBB-Karriere nahm Fahrt auf. Wieder gemeinsam absolvierten sie die Ausbildung und erfüllten sich damit ihren Traum.

Lokführerin von früh bis spät

Wenn man die Schwestern bei ihrer Arbeit sieht, merkt man sofort, dass sie mit Leib und Seele Lokführerinnen sind. Bestimmt können sich die KollegInnen in Kledering ihren Arbeitsalltag ohne die lustigen, offenherzigen und lebhaften Zwillingsschwestern nicht mehr vorstellen. Seit acht Jahren üben die Beiden ihren Beruf nun aus, führen Güter- und Personenzüge, machen Kuppelarbeiten und sind Tag und Nacht mit vollem Einsatz dabei. Doch damit nicht genug. In ihrer Freizeit betätigen sich die Zwei auch noch ehrenamtlich beim Roten Kreuz und setzen sich für das Wohl der Menschen ein.

Berufs- und Familienleben optimal managen

Andrea ist seit über vier Jahren Mutter eines kleinen Buben. Ihr Mann ist als Fahrdienstleiter ebenfalls bei den ÖBB tätig. Auf seine Lokführer-Mama ist der Kleine ganz stolz. Da drängt sich doch gleich die Frage auf, ob der Sohnemann später auch ins Unternehmen einsteigt? Berufsfelder gäbe es jedenfalls genug. Andrea und Martina arbeiten mit Vorliebe nachts. Das Fahren an sich, die gebotene Abwechslung und die KollegInnen gefallen so gut, dass es auch nichts ausmacht, wenn es im Dienst einmal länger dauert, erzählt uns Martina. Gerade beim Güterzug kann es schon passieren, dass man manchmal später als geplant zurückkommt. Aber auch das ist mit der Zeit kein Problem mehr. Hat man nach Dienstende noch etwas vor, plant man einfach genug Puffer ein.

Wir sind gespannt, welchen Weg die zwei Schwestern weiterhin gehen werden und bleiben weiter an ihrer Geschichte dran.